Geschichte
Seit dem Mittelalter sind Passionsspiele ein wesentliches Merkmal der reichen Tiroler Kulturlandschaft.
Sie entstanden vielfach auf Grund von Gelöbnissen. Erl hatte als "Dorf an der Grenze" in seiner Geschichte immer wieder unter der Kriegsfurie hart zu leiden.
Seit 1613 verkünden hier Passions- und Osterspiele die christliche Botschaft des Friedens.
Die Wurzeln der Erler Passion gehen auf ein Osterspiel des Meistersingers Sebastian Wild aus Augsburg zurück, wie der älteste Spieltext aus dem Jahr 1613 belegt.
Die Musik
von Cesar Bresgen, welche von 1979 bis 2002 gespielt wurde, war nach den Worten des Komponisten „als Brücke zwischen Bühne und Spielgemeinde“ zu verstehen. Die Chorsätze wurzelten größtenteils in der alpenländischen Tradition, ohne allerdings Volkslieder selbst zu zitieren. Alle Melodien waren Neuschöpfungen. Unabhängiger und dem dramatischen Geschehen zugeordnet waren jene Teile, die von der Orgel und den Bläsern gespielt wurden.
Die Musik von Cesar Bresgen für Orgel, Chor und Bläser war in dieser Zeit ein wesentlicher Bestandteil des meditativen Spiels.
In den Jahren zuvor wurden bei den Passionspielen Erl Kirchenlieder und Kirchenmusik verwendet. (Prof.Hafner)
Das Bühnenbild
wurde 1959 von Lois Egg geschaffen. Er war damals Ausstattungsleiter und Bühnenbildner am Burgtheater in Wien und hat für viele Schauspiel- und Opernhäuser in aller Welt Bühnenbilder geschaffen. Er war Leiter der Meisterklasse an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Lois Egg schrieb auch eine Diplomarbeit über Passionsspiele. Die Bühnenraumgestaltung im Passionsspielhauses stammte ebenfalls von ihm.
Gespielt wurde von 1959 bis einschießlich 1973 Vormittag und Nachmittag: 11.00 bis 13.30 Uhr, und von 15.30 bis 17.15 Uhr. Seit 1979 beginnen die die Passionsspiele um 13.00 Uhr, jeden Samstag und Sonntag, von Mai bis Oktober.
In den Zwischenjahren fanden und finden hochrangige Orchersterkonzerte im Passionsspielhaus statt.
Seit 1998 sind Opernaufführungen und Orchesterkonzerte im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl zu sehen und zu hören. Gesamtleitung: Prof.Dr.Gustav Kuhn.
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2009-11-18"Der Totentanz" von Alois Lippl Theateraufführung März 2010 2008-10-08 |
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