Statement Jänner 2013
Es war mir eine Ehre, die Geschichte Christi für Erl auf meine Weise erzählen zu dürfen. Wichtig war mir vor allem: Eine Passion für die Zuschauer von heute zu schreiben. Menschen zu zeigen, auch und vor allem den Menschen Jesus. Die Frauen stärker ins Zentrum zu rücken – wie es auch Jesus tat. Judas – den größten Verräter aller Zeiten – zu entlasten. Schuldzuweisungen zu unterlassen und den Antisemitismus endgültig zu beseitigen. Die Botschaft der (Nächsten-)Liebe deutlich herauszuarbeiten.

Nicht zuletzt: Ein spannendes, berührendes Theaterstück zu schreiben.

Zitat
„Es ist die größte Herausforderung meines Lebens als Dramatiker, „die größte Geschichte aller Zeiten“, die Passion Christi, die jedem Christen (auch jedem Moslem, jedem Atheisten und Agnostiker)  bekannt ist,  neu für die Passionsspiele Erl zu erarbeiten,  einen ungewohnten, unkonventionellen Blick  auf Jesus, auf die Frauen und Männer an seiner Seite und auch auf seine Gegner zu werfen.“

Lebenslauf
Geboren am 6. Februar 1948 in Achenkirch/Tirol, Mutter verwitwete Kleinbäuerin, Vater rumänischer Flüchtling, adoptiert von Landarbeiterehepaar, aufgewachsen in Kitzbühel und Kirchberg. 1962-66 Lehrerbildungsanstalt Innsbruck, 1966-77 Mitarbeiter des Zollamtes Innsbruck, seither freier Autor, im Sommer 1995 nach Irland übersiedelt, im Herbst 2010 zurückgekehrt. Von den bislang 40 Theaterstücken sind „Kein Platz für Idioten“, „Stigma“ und „Sibirien“ die bekanntesten, von den 34 Drehbüchern die beiden Vierteiler „Verkaufte Heimat“ und „Die Piefke-Saga“ sowie „Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers“.  Die meisten Theaterstücke (darunter eine vierbändige Gesamtausgabe) und einige Drehbücher sind beim Haymon – Verlag in Innsbruck erschienen, die Kinderbücher„Superhenne Hanna“ (1977), „Superhenne Hanna gibt nicht auf“ (2004), „Superküken Hanna“(2007) und „Die Jagd nach dem hohen C“ (2005, gemeinsam mit Tochter Anna) beim Kinderbuchverlag G&G in Wien.

Auszeichnungen (Auswahl)
1987 Peter Rosegger-Preis des Landes Steiermark
1988 Kultur-Preis des Landes Tirol
1991 Österreichischer Würdigungspreis für Literatur. Österreichischer Volksbildungspreis für Egon Schiele, Das rauhe Leben, Verkaufte Heimat
Adolf Grimme-Preis und „Romy“ für Die Piefke-Saga
2001 Ernst Toller-Preis in Anerkennung der literarischen Leistungen im Grenzbereich von Literatur und Politik
2004 wurde Die Beichte zum Hörspiel des Jahres gewählt, erhielt den Preis der österreichischen Erwachsenenbildung und den Prix Italia
2005 Ehrenzeichen des Landes Tirol und der Marktgemeinde Telfs
2009 „Romy – Bestes Drehbuch“ für den Tirol-Tatort „Baum der Erlösung“